Posts in category Unterwegs.
Das Reich der Zeichen oder: Ich war i...
Viel viel älter als das Klischee des Trolley-ziehenden Easyjet-Engländers ist das Klischee des Paris-verliebten Japaners. In dieser Stadt, die wirkt wie die Filmkulisse einer kitschigen, aber sehr stilvollen Romanze, gerät ja schon die gemeine Mitteleuropäerin ins Schwärmen (denn natürlich fühlt sich jede Frau zwischen fünfzehn und fünfundfün [...]
Wer reist hat recht?
Wenn einer eine Reise tut, hat er was zu erzählen. Klingt verdächtig nach einer von Omas Nähkästchenweisheiten, trifft aber zumindest im Fall dieses recht jungen Phänomens namens „Mitfahrgelegenheit“ zu. Charakteristisch ist, dass alle Mitfahrenden froh sind, heil am Ziel anzukommen, noch besser, ohne akustische Vergewaltigung durch Lokalradi [...]
Lütt Deern ganz groot
Der Winter wird rot. Rot wie die Ampeln, bei denen man unter gar keinen Umständen die Straßen überqueren darf, rot wie eine Straße, deren Ruf bis nach Süddeutschland reicht und rot wie das Bier mit dem schönsten Logo, das man sich für ein Bier vorstellen kann.
Rosig wirken die Aussichten auf die kommende Jahreszeit erstmal nicht. Mitleid ist [...]
Ist München das alte Berlin das neue ...
Oder das geilste Land der Welt? Das jedenfalls behauptet ein Aufkleber an der Zapfsäule des Jennerwein, einer Art Schwabinger Institution. Für alle, die nicht wissen, wo auf ihrer mentalen Landkarte sie jetzt anfangen müssen zu suchen: Wir, also die Rezensentin, befinden uns in der Landeshauptstadt des Bayerischen Freistaates. Der Grund des O [...]
“Wie andere in den Park oder in...
Wie das so ist, wenn man sich fernab der Heimat aufhält und bereits bei der Planung dieses Aufenthalts glaubt, gewisse Dinge unbedingt tun zu müssen, weil es diese Dinge so nur an diesem Ort gibt und man sie so, wie man sie dann machen möchte, nur an diesem Ort machen kann. In Wien sind das die Kaffeehäuser. Ich für meinen Teil habe schon [...]
Das Ziel ist der Weg
Abhängen auf dem verstörend hässlichen steinharten Sitz der zweiten Klasse im Bummelzug. Musikhören scheint das Äußerste zu sein, der Superlativ der möglichen Aktion, die höchste Stufe der Umtriebigkeit. Rhabarberschorle gegen den aufkommenden Kater, der möglicherweise auch der Grund dafür ist, dass der Typ hinter mir (Tscheche? Traveller [...]
Reisen macht den Kopf frei
Wie wir uns suchen und finden, fernab der großen Stadt. Wie Hände geschüttelt, Namen genannt und in erstaunlich kurzer Zeit, Sekundenbruchteilen, um genau zu sein, wieder vergessen werden. Es folgt der subtile Territorialkampf, wer sitzt wo. Heute habe ich, mit Verlaub, die Arschkarte gezogen, sitze auf der Rück- Rückbank, auf einer 30x [...]